" Böcklins Toteninsel, versetzt ", 1998 - Öl auf Leinwand - 82 x 100 cm
Zur Person:
Geboren
1952 in Bremen
Ausbildung
zum Schauwerbegestalter, Werbegrafiker, Plakatmaler, Siebdrucker
Seit
Seit 1980 als freischaffender Künstler in Bremen tätig.
Ausstellungen:
Diverse Einzel- und Gruppenausstellungen seit 1975,
darunter:
Bremen, Berlin, Hamburg, Kirchnüchel, Osterholz-Scharnbeck, Bonn,
Worpswede, Hannover, Stade, Osnabrück,
Frankfurt, Stuttgart, Heidelberg,
Art Basel, Venedig, Florenz, Kopenhagen,
Veröffentlichungen:
Die Verlockungen der Schwerkraft oder der Schlaf der Vernunft (Akademische Verlagsgesellschaft),
Zu den Arbeiten Siegfried Zademacks: Man muß diese Welt begriffen
haben, um sie zeichnen zu können.
Kurt Tulcholsky
Die semantischen Quellen dieser Kunst sind in gleichem Maße die Geschichte und die Gegenwart.
Das kunsthistorische Zitat steht sozusagen neben der Coca-Cola Flasche. Seine eigentlichen Lehrer
sind die Meister der italienischen Früh-und Hochrenaissance bis hin zu denen des Manierismus.
Die Syntax seiner Arbeiten ist vollkommen von denen der Meister der klassischen Kunst bestimmt.
Das erstaunliche ist daß er bei ihrer Übernahme für seine eigenen Bilderfindungen sich einer so
perfekten Technik bedient, wie sie für seine Absichten erforderlich ist. Seine figuralen Erfindungen
sind plastisch klar durchgeformt, seine lkonologie allerdings setzt viel kunst-historische und
politische Kenntnisse voraus. Man erkennt an einigen Zitaten die Differenz zum surrealistischen Ansatz,
es ist der historische, der allerdings und das ist der aktuelle Aspekt - zu Zeiten des Manierismus noch
nicht möglich war. Descartes hatte es schon gesehen, ohne es thematisiert zu haben - mundus est fabula.
Die Welt eine große Fabel, eine sich ständig weiterspinnende Geschichte, in die wir dauernd verwickelt sind.
Bilder 1996-2004 (modena)
Wenn wir aus Geschichten heraus leben, dann gibt es keine scharfen Grenzlinien zwischen den Zeiten,
dann ist Historie Gegenwart, und was Wir in ihr tun, schon immer auch Zukunft. Daher die Verbindung
von Boltraffios Madonna mit dem American Way of Life, wo es keine klaren Trennunngen zwischen Klassik
und Coca-Cola gibt.